KIOSKKINO 2011

Kurzfilme – Best of NRW

KunstKIOSK422 präsentierte große Kurzfilme im kleinsten Lichtspielhaus der Stadt


Am 25. November fand zum zweiten Mal das Kiosk-Kino im KunstKIOSK422 an der Hünxer Straße statt. Künstlerische Leiterin und Veranstalterin Britta L.QL hatte ein abwechslungsreiches und kurzweiliges Programm aus sieben Kurzfilmen zusammengestellt. In nur 72 Minuten erlebten die Zuschauer von Animation und Experimentalem über Dokumentation bis hin zur klassischen Fiktion ein weites Spektrum an Genres, Themen und Emotionen. Alle Filme stammen aus dem Programm der Unlimited, einem europäischen Kurzfilmfestival, das kürzlich in Köln zu Ende ging.
Musste das Publikum sich in „Armadingen“ auf die nahende Zerstörung der Welt einstellen, zeigte „Nekropolis“ in Form einer Animation eine Stadt als eigenständigen Organismus zwischen Konstruktion und Dekonstruktion. „Placebus“ lieferte mit einem Augenzwinkern interessante Informationen über den therapeutischen Erfolg fingierter Bushaltestellen für Demenzpatienten. Und während „Copy und Paste“ eine mögliche, gewollt absurde Theorie darüber entwickelte, wie Drehbücher ihr Publikum finden, erfuhr in „Morgen Küche“ das Küchenplanungsprogramm eines großen schwedischen Möbelhauses eine ganz neue Interpretation. „Silhouette“ bestach in seiner ganz eigenen experimentellen Ästhetik und wann, wie und wo „Wachstum“ an Grenzen stoßen kann, veranschaulichte exemplarisch ein Kirschbaum in der gleichnamigen Animation/Dokumentation.

Wie schon bei früheren Veranstaltungen im KunstKIOSK422 gelang Britta L.QL auch mit den Filmvorführungen auf kleinstem Raum ein dichtes Erlebnis in ungezwungener Atmosphäre. In 2012 dürfen wir uns auf mehr Kino-Abende im KunstKIOSK422 freuen, nachdem das Publikum der künstlerischen Leiterin unmissverständlich grünes Licht für weitere Filmvorführungen gegeben hat. Hoffen wir, dass der KunstKIOSK422 die Dinslakener noch lange mit seinem vielfältigen, inspirierenden Programm unterhält.
Text: Anne Dillmann

Dabei waren die Kurzfilme von Renato Spieler/Georg Gilcher – copyandpast, Florian Heinzen-Ziob – Wachstum, Volker Krieger – Morgen Küche, Kerstin Gramberg – Nekropolis, Philipp Kaessbohrer – Armadingen, Michael Binz – Placebus, Astrid Busch – Silhouette.
Ein Überblick der gesammten NRW-Fime auf der Unlimited-Festivalseite

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