Information Overload
Installation von Rainer Kiel
1.11. bis 1.12.2011
Zur Installation “INFORMATION OVERLOAD”
- „Ist doch klar, wenn man Fan ist … selbstredend, und fette Buchstaben sowieso …“ Ingrid Hassmann
- Ich war schon da, neugierig gemacht durch die Beobachtung des Aufbaus. Klasse! Herzliche Grüße Walburga Schild-Griesbeck
Presse:
NRZ/Bettina Schack, 7.11.2011 / Artikel: “Es raschelt im Blätterwald”
und im Lokalkompass Dinslaken/Jess Geiger
Rainer Kiel sammelte über Jahre hinweg die Aushänge der Boulevard-Zeitungskästen. Diese benutzt er nun in großen Mengen bei der aktuellen Installation im KunstKIOSK422 um hiermit die Überfütterung und die Skurrilität dieser emotionalen Berichterstattung aufzuzeigen. Kiel veranschaulicht anhand der Verkleidung des KunstKIOSK422 mit übergroßen Schlagzeilen als künstlerisches Mittel die tägliche Überflutung mit inhaltslosen Informationen.
Flyer zur Ausstellung

Rainer Kiel beim Aufbau seiner Installation INFORMATION OVERLAOD am Montag, 31.10.2011

Blick in die Installation INFORMATION OVERLOAD

Zur Installation INFORMATION OVERLAOD
Kioske waren und sind, neben ihrer Funktion des Warenverkaufs, Orte der Informationsweitergabe. Es gibt Zeitungen und Zeitschriften, aber auch für regelmäßige Besucher, Klatsch und Tratsch aus der Nachbarschaft. Natürlich wird diskutiert über Alltägliches, über Sport und Politik. Die Boulevard Zeitungen übernehmen dabei oft genug die Funktion der Themengebers. Mit reisserischen Überschriften lenken sie die Aufmerksamkeit und das Interesse der Leser auf oftmals unbedeutende Ereignisse, während wichtige politische oder gesellschaftliche Dinge zumeist nur versteckt im Innenteil auftauchen.
Auch wenn die Auflagenzahlen der Zeitungen seit Jahren zurück gehen, erreichen und beeinflussen sie immer noch täglich Millionen von Lesern. Andere Kanäle sind dazu gekommen, Radio, Fernsehen und vor allem das Internet versorgen die Menschen mit Informationen. Es sind so viele Nachrichten und Meldungen, dass es schwer wird, aus dieser Flut die wirklich wichtigen rauszufiltern, geschweige denn, aus der Position des Informationsempfängers heraus zukommen und sich auch selber zu Wort zu melden. Ein Effekt, der im politischen Alltag nicht nur in Deutschland durchaus gewollt ist.
Rainer Kiel sammelte über Jahre hinweg die Aushänge der Boulevard-Zeitungskästen. Diese benutzt er in großen Mengen bei der aktuellen Installation im KunstKIOSK422 um hiermit die Überfütterung und die Skurrilität dieser emotionalen Berichterstattung darzustellen. Kiel veranschaulicht anhand der Verkleidung des KunstKIOSK422 mit übergroßen Schlagzeilen als künstlerisches Mittel die tägliche Überflutung mit inhaltslosen Informationen.
Zum Künstler Rainer Kiel
geboren 1965 in Bonn, Studium Geographie / Städtebau, Lehre Zweirad
Mechaniker, seit 2004 als freier Künstler in Köln
2005 – 2010 Zusammenarbeit mit Esther Kusche unter dem Namen Sammelwerk
letzte Ausstellungen:
“RischArt”, Nationalmuseum, München
“Egotrip”, Museum für verwandte Kunst, Köln
Um Bewegung geht es in den Arbeiten von Rainer Kiel – auch im übertragenden Sinne. Seine Kunst handelt sich nicht nur darum, Dinge in Bewegung zu setzen, sondern auch Menschen. Umweltzerstörung, Klimawandel, Krieg und Vertreibung, Soziale Ungerechtigkeit und die ungleiche Verteilung von Reichtum. Die Liste der Missstände auf unserem Planeten ist schier endlos und viele Menschen versinken ob der Größe und der damit verbundenen Aufgaben in Fatalismus oder Schockstarre. Eine positive Veränderung, und sei es auch noch so eine kleine, geschieht seines Erachtens nur über Bewegung. Jeder einzelne ist aufgerufen sich zu bewegen, sich zu verändern. Seine Kunstwerke bedeuten für Rainer Kiel somit immer die Auseinandersetzung mit unserer Umwelt im weitesten Sinne.
Wer Näheres über die Arbeit des zum KUnstKIOSK422 eingeladenen Künstlers Rainer Kiel erfahren möchte: http://rainer-kiel.de/
